Das schöne an WordPress sind die Themes, sie erlauben es de(m)(r) geneigten Benutzer(in) die Optik eines Blogs nach Herzenslust zu verändern – sofern man Zeit, Lust und Laune hat PHP zu lernen (oder diese Kenntnisse vorhanden sind). CSS-Zauberlehrlinge oder Meister(innen) ohne Programmierkenntnisse, müssten also erst dazulernen. Keine sonderlich befriedigende Situation, oder?
Hier kommt das Theme Sandbox ins Spiel, das Theme kann ab WordPress 2.0.2 eingesetzt werden. Die Autoren bezeichnen es als “Theme for Themers”, weil es von Haus aus einen sehr ausführlichen Markup enthält. Dieser erlaubt das Theme nach Gusto – allein mit CSS – komplett durchzustylen. Klingt verwirrend? Hier als Beispiel ein Post, bzw. die DIV-Zeile eines Posts im HTML-Code, der mit “Sandbox” von WordPress generiert wurde, alles wird automatisch zugeordnet:
<div id="post-25" class="hentry p1 post publish author-erik category-os-x y2007 m08 d09 h17">
Man hat, unter anderem, also folgende Informationen als Class um sie per CSS zu stylen:
p1– der erste Post in der Darstellung.author-erik– wer den Post geschrieben hat.category-os-x– die Kategorie(n).y2007– das Jahr in dem der Post erstellt wurde.m08– der Monat in dem der Post geschrieben wurde.
Mit Hilfe dieser Zuordnung lassen sich alle möglichen optischen Garnierungen in ein Theme einbauen, ohne dass man nur eine Zeile PHP schreiben müsste. Man könnte beispielsweise die Darstellung des ersten Posts auf der Seite (p1) unterschiedlich zur Darstellung der restlichen Posts (p2 und folgende) gestalten. Dieser ausführliche Markup zieht sich über den vollständigen HTML-Code der für die Darstellung durch WordPress generiert wird, inklusive Kommentare, Kopf- und Fusszeilen, usw.
Es existieren zwei Vorgehensweisen um “Sandbox” einzusetzen:
- Man installiert “Sandbox” auf die übliche Weise, kopiert also den Sandbox-Ordner nach
[wordpress-root]/wp-content/themes/und passt die Dateistyle.cssden eigenen Vorstellungen an. Der Nachteil: Man hat ein Theme namens “Sandbox” mit allen Anpassungen. Wer mehr als einen Blog hat muss sich die Themes irgendwie kennzeichnen. - Man installiert sich das Theme wie in 1. beschrieben, und erzeugt einen neuen Ordner in
[wordpress-root]/wp-content/themes/mit einem Namen für ein eigenes Theme. Dann kopiert man diestyle.cssaus[wordpress-root]/wp-content/themes/Sandboxin diesen neuen Ordner, ändert den Header auf den Namen des eigenen Themes und ergänzt diesen umTemplate: sandbox. Somit kann man auf “Sandbox” zugreifen ohne “Sandbox” zu verändern. Im eigenen Theme-Ordner passt man dann diestyle.cssden eigenen Wünschen an, und fertig ist das eigene Theme (es wird im Theme-Browser der WordPress Admin-Oberfläche auch als separates Theme angezeigt.). Diese Art von Theme wird bei “Sandbox” als “Design” bezeichnet.
Wer sehen möchte, was es alles bereits an Designs für “Sandbox” gibt, sollte einen Blick auf die Sandbox Designs Competition werfen; dort gibt es auch alle Designs zum herunterladen. Eine Einschränkung besteht allerdings, falls das eigene Theme als “broken” im Theme-Browser der WordPress Admin-Oberfläche angezeigt wird, dann hat ein Fehler in WordPress 2.2.x zugeschlagen. Um diesen Fehler zu beheben, muss man diese theme.php Datei herunterladen und die vorhandene Datei [wordpress-root]/wp-includes/theme.php damit ersetzen (der Vorgang wird in den Designs aus dem Wettbewerb in der Datei howtoinstall.txt genau beschrieben).
Wenn das Wetter so bleiben sollte, eine nette Beschäftigung für das Wochenende.
OMFG! Erik! Wie verantwortungslos, die Leute loszuschicken, um sich die Themes anzugucken und ich lese hier kein Wort der Warnung.
Also bitte, liebe Leser: tragt Schutzbrillen oder zumindest Sonnenbrillen, wenn Ihr Euch die Themes anseht, denn mindestens 40 der 46 Themes sind für das menschliche Auge ungefähr so gesund, wie ein Blick direkt in die Sonne!
Ansonsten: schöner Beitrag
Ich habe mir nur die ersten 7 Designs angesehen, und die erschienen mir eher harmlos. Genauer gesagt bin ich bei Diurnal dadurch abgelenkt worden, dass sich dort der Header je nach Tageszeit verändert (passiert hier auch, aber nur sehr subtil).
Ich bitte mir diesen Faux Pas zu entschuldigen.