pure:dyne – ein Betriebssystem für Audio- und Video-Processing

Die etwas Älteren unter uns erinnern sich bestimmt noch daran, dass es auf dem C64 oder dem AmigaAtari kann ich leider nicht beurteilen, damals gehörte ich zur Amiga-Fraktion. usus war, den Rechner mit einem abgespeckten Betriebssystem zu booten, um auch noch den letzten CPU-Cycle für bestimmte Anwendungen freizubekommen und natürlich auch um Speicherplatz verfügbar zu machen. (Für die Jüngeren, diese Rechner hatten Taktfrequenzen und Hauptspeichergrössen, die ihr mir sowieso nicht glauben würdet, deshalb lasse ich es genauer darauf einzugehen. ;-) )

Wer jetzt einwirft, dass dieses Vorgehen mittlerweile seine Daseinsberechtigung verloren hat, sollte mit top oder dem entsprechenden Äquivalent unter Windows einmal nachsehen, was da so alles zusätzlich am Laufen ist. Wenn man sich jetzt einmal überlegt, was man mit dem Speicher und der CPU-Last die diese Hintergrundprozesse belegen, alles anstellen könnte … Evtl. ist die Sache doch nicht so uninteressant. Wer einen i686-basierten PC oder Mac sein Eigen nennt und ihn zur Produktion von Musik und / oder Video benutzt, sollte weiterlesen (leider keine PPC-Variante in Sicht).

pure:dyne ist eine GNU/Linux Distribution die auf die Produktion von Musik und Video abgestimmt ist. Genauer gesagt, eine Live-CD mit der man seinen Rechner einfach starten kann, mit einem modifizierten Kernel und Anwendungen für das Erzeugen und Bearbeiten von Musik und Video. Es sei denn, man möchte beim kreativen Arbeiten durch E-Mails oder IMs gestört werden und kann damit leben, dass das Betriebssytem einen grösseren Teil des Rechners mit Tasks beschäftigt, die nichts mit der aktuellen Aufgabenstellung zu tun haben. ;-)

Das ganze ist anscheinend auch von einem USB-Stick aus lauffähig, also prädestiniert für “Wanderarbeiter”.

[via Create Digital Music]

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