…oder Wie höre ich Podcasts?
Dieser Artikel basiert auf dem Post Der Podcast, das unbekannte Wesen vom 26. Januar 2006. Diese Seite wird bei Bedarf aktualisiert.
Momentan ist die Netz-Gemeinde (also alle die einen Internet-Zugang haben) dreigeteilt:
- Personen die wissen was Podcasts sind und sich fragen, woher sie die Zeit nehmen sollen alle interessanten Podcasts anzuhören. Besonders weil diese Personen selbst Podcasts aufnehmen und zur Verfügung stellen. (Im Verhältnis zu allen Internet-Benutzern gesehen, momentan eine Art Minorität.)
- Personen die regelmässig Podcasts hören und sich wundern wie man selbst einen Podcast erstellt; letzteres gilt allerdings nur für einen Teil. (Ebenfalls eine Minorität, aber stetig wachsend.)
- Personen die noch nie etwas von Podcasts gehört haben, oder wenn doch, dann nicht wirklich wissen, wie man an diese gelangt. (Die Mehrzahl der Internet-Nutzer und gleichzeitig ein brachliegendes
Kundenpotential
für den Personenkreis in Punkt 1.)
Der Personenkreis in Punkt 1 wird im Folgenden vermutlich nichts interessantes finden, ist aber herzlich dazu eingeladen seine Kommentare abzugeben.
Für den Personenkreis in Punkt 2, genauer gesagt für den Teil der sich mit Podcasting-Ambitionen trägt, folgen in der nächsten Zeit einige Artikel. Nur so zum neugierig machen: u.a. Mikrofon-Tests.
An alle die sich selbst zu der dritten Gruppe zählen: Es ist alles wesentlich einfacher als es scheint.
Um als erstes einmal mit dem verbreitetsten Mythos aufzuräumen: Man braucht keinen iPod um sich Podcasts anzuhören! Ein Podcast ist nur eine MP3-Datei, nichts weiter. Wer also in der Lage ist sich MP3-Dateien anzuhören, kann sich auch Podcasts anhören. Punkt.
Nachdem das aus der Welt ist, stellt sich für viele [Personen in Punkt 3] die Frage, wie man an die Podcasts (also die MP3-Dateien) kommt. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich übrigens nicht gegenseitig ausschliessen:
- Man benutzt so-genannte
Aggregatoren
, klingt aufwendig, ist aber die einfachste Möglichkeit. Beispiele für Aggregatoren wären iTunes(Mac/Win), Juice(Mac/Win) oder amaroK(Linux). Dies sind, wie gesagt, nur Beispiele. Wenn sich jetzt jemand berufen fühlt einen Kommentar zu posten der sinngemäss etwa so beginnt:Aber es gibt doch noch die Software XYZ…
; ich spreche mit Personen aus der dritten Gruppe. Wer weitere PodCatcher kennt, gehört nicht zu dieser Gruppe, wir gehen hier den Weg des geringsten Widerstands.
Wenn die Software läuft, dann muss nur noch an der entsprechenden Stelle (meist eine Dialog-Box deren BeschreibungPodcast abonnieren
oder ähnlich lautet) die URI des Podcasts eingegeben werden. Zum Beispielhttp://tellerrand.podhost.de/rss
, ein deutscher Podcast über Podcasts und Marketing. Dieser Link würde auch in einem Web-Browser funktionieren, dahinter liegt aber keine Website. Der Aggregator lädt daraufhin normalerweise die neueste MP3-Datei und man kann sie sich anhören.
iTunes bietet zusätzlich die Möglichkeit Podcasts über den iTunes-Music-Store kostenlos zu abonnieren; da sich hierbei nach Podcasts suchen lässt, für Anfänger wahrscheinlich die einfachste Methode. - Man geht auf die Website des Podcasts und hört ihn sich dort an. Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Pimp My Brain (“Der Blick über den Tellerrand” ist einer der Podcasts, die dort zu finden sind).
- Man geht auf die Website des Podcasts und lädt ihn von dort auf die eigene Festplatte.
Die Varianten 2 und 3 bedürfen keiner weiteren Erklärung, aber was ist RSS oder Atom? Die genaue Erklärung hierfür rechtfertigt einen eigenen Beitrag, nur soviel, in diesem Fall die Möglichkeit dem Aggregator mitzuteilen, wenn neue MP3-Dateien zur Verfügung stehen.
Die Frequenz in der der Aggregator nach neuen Dateien fragt, lässt sich normalerweise in seinen Voreinstellungen (Preferences
) speichern.
Wenn man nun, aus welchen Gründen auch immer, nicht iTunes mit seiner Suchfunktion verwenden möchte, dann muss man andere Möglichkeiten finden sich über neue oder bestehende Podcasts zu informieren.
Hierfür kann man so-genannte Directories
benutzen, im deutschen Sprachraum beispielsweise bei Podster.de, wer sich international informieren möchte, kann auch zum Beispiel PodShow Mevio oder indiepodder.org bzw. ipodder.org benutzen. PSP-Benutzer sollten einen Blick auf http://psp.thepodlounge.com werfen. (Momentan offline.) Auch diese Directories sind nur Beispiele, die stellvertretend für viele andere stehen.
Hörer die sich von ihrem Computer etwas unabhängiger machen möchten, sollten einen genaueren Blick auf PodShow Mevio werfen. Man kann sich einen kostenlosen Account anlegen und die Lieblingspodcasts dann dort verwalten. Auf diese Weise kann man von jedem Computer mit Internetzugang auf die Podcasts zugreifen. Auch lassen sich so genannte Channels
mit verschiedenen Podcasts zusammenstellen, die dann in einem Rutsch
auf den MP3-Player übertragen werden können.
Ach ja, wenn die beschriebenen Schritte zum Erfolg geführt haben sollten, man kann sehr viel Zeit mit dem Hören von Podcasts verbringen, nur so als keine Warnung.