Notizen zur RED ONE™

Ich habe vor kurzem einen Workshop zur RED ONE™-Kamera besucht und lege mir hier drei Notizen ab, damit ich sie später problemlos wiederfinden kann (und natürlich um gewisse Leute ein wenig neidisch zu machen :mrgreen: ). Sobald ich die Zeit finde ein paar der Testaufnahmen zu bearbeiten (YouTube reagiert auf 4K Dateien komischerweise etwas zickig), werde ich in einem weiteren Post darauf verlinken.

Zuerst ein Blick auf die Kamera, respektive auf eine Ausbauvariante derselben (ja, ich weiss, meine Hände waren etwas wackelig, aber wer kann mir das verübeln):
RED ONE Kamera

Nun zu den Notizen:

RED ONE: Schneller Zugriff auf ein Submenü

Wenn man, zum Beispiel beim Einstellen, immer wieder auf ein bestimmtes Submenü zugreifen möchte, dann kann man dieses Submenü auf eine der Menütasten legen.

  • Gewünschtes Submenü auswählen
  • Menuekey A, B oder C drücken und kurz halten

Jetzt ruft der Menuekey direkt das zugewiesene Submenü auf. Die Belegung bleibt bis zum nächsten Deep-Reset bestehen, oder bis man sie für ein anderes Menü vornimmt.

RED ONE: Umschalten zwischen vmCLR und vmRAW

Die RED ONE™ unterscheidet sich von herkömmlichen Kameras dadurch, dass alles in RED-RAW aufgezeichnet wird. Soll heissen, bei der Aufnahme sieht man im Monitor oder View-Finder entweder was die Kamera “sieht”/aufnimmt (also RAW) oder aber wie die Aufnahme mit einem definierten Look-Up-Table (LUT) aussehen würde. In vielen Fällen ist es praktisch wenn man selbst bei der Aufnahme sieht, was die Kamera wirklich aufnimmt und nicht das über den LUT modifizierte Bild. Da diese Meinung nicht von allen Regisseuren(innen) geteilt wird, ist es praktisch sich die Umschaltung von RAW auf LUT auf eine der Funktionstasten zu legen:

  • Keymap > Usermap > [key] > RAW

Jetzt nicht vergessen die Ausgabe des Monitors und des EVFs auf vmCLR umzustellen, dann funktioniert die belegte Taste als Umschalter.

RED ONE: Dateien auf den Speichermedien

Die Aufnahme erfolgt in 2 GB Einheiten, wenn man sich durch die Verzeichnisstruktur der Aufnahme hangelt und auf Dateien mit dem Namensbestandteil “_001″, “_002″, usw. trifft, dann sollte man über etwas mehr Hauptspeicher verfügen. (Nicht dass man die Dateien nicht bearbeiten könnte, aber es hilft bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. :mrgreen: )

IMHO

(Achtung, jetzt wird’s subjektiv.) Die Kamera ist sicher nicht in allen Fällen das optimale Aufnahmegerät, aber wer erst einmal Blut geleckt hat, dem / der wird bei allen anderen Kameras plötzlich jede Menge abgehen. Allein die Tatsache, dass man den Film am Rechner nach Herzenslust graden kann, weil die Daten eben als RAW vorliegen, macht die Kamera in meinen Augen allen Konkurrenzprodukten überlegen.

Wie gesagt, sobald ich dazukomme, gibt’s auch ein paar Beispiele. BTW: Die meisten dürften bereits einen Film gesehen haben, der mit der RED ONE geschossen wurde, hier geht’s zum Beweis. ;-)

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