FreeMind – Mindmaps für alle

Viele haben sich schon mit dem Thema Mind Maps befasst (oder werden mit diesem Post auf die Technik gestossen ;-) ), und haben festgestellt, mit Papier und (bunten) Stiften geht es am einfachsten. Tolle Aussage für einen Gadget-Blog, oder? (Das aber nur nebenbei bemerkt.)

Kurzer Einschub für alle, die den Wikipedia-Artikel aufgrund der Länge nicht gleich lesen wollen: Eine Mind Map besteht, im Grunde genommen, aus Assoziationen zu einem bestimmten Thema oder Projekt. Diese werden mit Linien auf den Mittelpunkt der Seite (das Thema) verbunden. Die Assoziationen ihrerseits können Unterpunkte zu sich selbst enthalten. Sollten sich Verbindungen zwischen Assoziationen ergeben, verbindet man diese einfach mit einer Linie. Soweit so unverständlich, ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Abbildung einer extrem simplen Mind Map

Tatsache ist jedoch, dass Mind Maps für viele Leute viele verschiedene Dinge bedeuten. Erschwerend kommt hinzu, dass, wer sich einmal die manuelle Technik gewöhnt hat, Programme zur Erstellung von Mind Maps immer eine gewisse Einschränkung darstellen. Dachte ich jedenfalls bis vor kurzem. Dann bin ich über das Programm FreeMind gestolpert. Es erlaubt die Erstellung von Mind Maps über die Tastatur – wer will kann natürlich auch die Maus benutzen – und erlaubt das Verlinken von mehreren Mind Maps untereinander. Jetzt wird’s interessant.

Noch ein kurzer Einschub zu meiner Mind Map-Technik: Ich bevorzuge A3 quer, alles andere engt mich ein. ;-) Ich könnte die Maps zwar an andere Leute per E-Mail schicken, aber, abgesehen davon, dass mein Scanner zu klein ist, haben sie noch ein viel grösseres Manko – Sauklaue – welches den Sinn einer Weitergabe stark einschränkt. Ab drei oder vier Maps wird auch die Verlinkung der Mind Maps untereinander etwas unübersichtlich. Ich habe die Maps also für gewöhnlich in einen Outliner meiner Wahl übertragen und das Ergebnis dann in einem, für alle Beteiligten lesbaren, Format weitergegeben.

Zurück zu FreeMind, jeder Knoten kann also auf eine andere Mind Map verweisen (oder auch auf eine Internetadresse), die Maps sind für andere Personen als meine Wenigkeit lesbar, und ich kann die Maps als valides XHMTL verschicken. Letzteres enthält nicht nur das Bild, sondern auch gleich eine Outline der Knoten, welche sich auf- und zuklappen lässt. Was wünscht man sich mehr? Das Programm exportiert nicht nur einer Vielzahl von Bild- und Textformaten, sondern speichert die Maps in XML, sie lassen sich daher auch (XSLT-Kenntnisse vorausgesetzt) problemlos nach eigenen Wünschen exportieren.

Das Programm läuft (dank Java) unter Mac OS X, Linux und Windows, genaueres auf der FreeMind Website.

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2 Responses to FreeMind – Mindmaps für alle

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