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Videokonferenzen sind anders

Golem.de berichtet im Beitrag Videokonferenzen sind anstrengender als persönliche Treffen von einer Untersuchung bei welcher festgestellt wurde, dass Entscheidungen die bei Videokonferenzen getroffen werden, anders ausfallen können, wie in den Fällen, bei denen die Entscheider persönlich vor Ort waren. Besonders kompliziert scheint sich die Situation darzustellen, wenn ein Teil der Konferenzteilnehmer vor Ort, und ein anderer Teil per Bildschirm zugeschaltet ist.
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In eigener Sache: Beiträge über das Schreiben

Wie manchen bereits aufgefallen ist, habe ich begonnen Beiträge über das Schreiben auf Erik, Wortjongleur zu veröffentlichen. Mir erschien die Verlagerung dieses Themas (welches mir am Herzen liegt) als sinnvoll, da TechNovelty.de ja eigentlich eine andere Ausrichtung hat, beziehungsweise für eine andere Zielgruppe gedacht ist.

Die ersten Beiträge über das Schreiben habe ich noch hier veröffentlicht, da sich der “Wortjongleur” noch im Zustand einer Baustelle befand – jetzt ist es dort ein wenig aufgeräumter. Auf lange Sicht wird das Theme noch durch Sandbox ersetzt, einige Vorschläge des z-bloggers umgesetzt, und darüber werde ich natürlich hier berichten. ;)

Also, wer weitere Beiträge über die Tätigkeit des Schreibens, oder Wortjonglierens, lesen möchte, der / die findet einen neuen Post zum Thema unter Das Schreiben – Praxis: Wie schreibt der Wortjongleur?

Wie finde ich “tote Links”?

Nachdem ich gerade am Blog-Aufräumen bin: TechNovelty.de gibt es jetzt bereits seit einiger Zeit, und somit haben sich in den über 800 Posts natürlich auch jede Menge Links angesammelt. Da das Internet kein statisches Medium ist, haben Links die Tendenz sich zu ändern; nicht alle machen sich die Mühe einen Redirect einzurichten, wenn sie die Linkstruktur ihrer Websites modifizieren. Man könnte nun natürlich einfach auf jeden Link klicken und überprüfen, ob er noch funktioniert. Keine besonders befriedigende Tätigkeit? Meine ich auch.

Abhilfe schaffen Programme welche die Überprüfung von Links für uns erledigen. Eine Möglichkeit unter vielen ist der W3C Link Checker. Das Programm lässt sich online benutzen, oder über CPAN herunterladen. Letzteres ist für alle Webmaster(innen?) mit Perl-Kenntnissen vor allem deswegen interessant, weil sie das Programm dann auch periodisch, zum Beispiel als cron- oder launchd-Job, laufen lassen können (darauf komme ich in einem anderen Post zurück).

Das Schreiben – Kreativität: Aufzucht und Hege (Teil 2)

Das Thema “Schreiben” hat eine neue Heimat

Weitere Beiträge über das Schreiben und Literatur finden sich auf Erik, Wortjongleur, die Erklärung findet sich hier.

Dies ist der zweite Teil des Beitrags Das Schreiben – Kreativität: Aufzucht und Hege, weitere Teile werden folgen. Alle Teile haben als Überschrift immer den Bestandteil “Das Schreiben”, damit lässt sich leichter danach suchen. Diesmal geht es (noch) stärker um den “Hege”-Aspekt, also was wir tun können, um das zarte Pflänzchen Kreativität beim Wachsen und Gedeihen zu stärken.

Einen grossen Einfluss hat

Die Arbeitsumgebung

Während des Schreibens sollten wir uns nur mit Dingen umgeben, die mit dem Thema zu tun haben, an dem wir gerade arbeiten. Es ist wenig hilfreich, sich Informationen über andere Projekte, die später bearbeitet werden sollen, in Sichtweite des Arbeitsplatzes zu legen; wenn man erinnert werden möchte, sollte man ein Kalender-Programm benutzen. Nur um das klarzustellen, ich bin kein Verfechter des “Leeren Schreibtisches”, ich brauche mein kreatives Chaos, sonst kann ich nicht arbeiten. Ich achte nur darauf, dass Objekte die oben liegen auch etwas mit dem Thema zu tun haben, an dem ich gerade schreibe. Über die Wirkung von Musik hatte ich ja im ersten Teil bereits berichtet. Wenn das “Drumherum” in Ordnung ist, sollten wir noch auf ein paar Kleinigkeiten achten, die uns am Bildschirm ablenken können.

Vermeidbare Ablenkungen

Während des Schreibens sollte man die Abruf-Frequenz des Mail-Clients auf ein erträgliches Maß reduzieren ((Wer seinen Mail-Client auf einer Abruf-Frequenz von fünf Minuten oder weniger hat und meint anders nicht leben zu können, der / die sollte sich das mit dem Schreiben eventuell noch einmal überlegen. Manche sinnvollen Satzkonstruktionen dauern sonst in der Komposition länger als der Zufluss von neuen, ablenkenden Nachrichten.)), oder ihn ganz abschalten. So schön es sein mag immer erreichbar zu sein, wenn man beim Schreiben durch die Anzeige der ungelesenen Mails den Faden verliert, dauert das Aufnehmen des Selbigen einfach länger. Wenn man dann auch noch der Neugier nachgibt und anfängt die Überschriften der eingegangenen Mails zu lesen, dann wirkt das meist genauso, wie das Spielen von Musik die absolut nicht zum Thema, oder der aktuellen Stimmung, passt.

Wenn ich an einem Buch schreibe, dann benutze ich eine spezielle Mail-Filter-Konfiguration. Diese gibt mir nur dann ein akustisches Zeichen, wenn Mails von entweder dem Editor beim Verlag oder dem Lektor / der Lektorin eingehen; alle anderen Mails werden nur still empfangen. Auch wenn die meisten Mail-Clients meinen uns den Empfang eines jeden Spam-Mails akustisch mitteilen zu müssen, lassen sie normalerweise auch das Abschalten dieser Funktion zu. Das Ganze gilt natürlich genauso für IRC-Clients, RSS-Reader, usw.

Da auch Dateien die auf der virtuellen Schreibtisch-Oberfläche des Rechners abgelegt sind eine Ablenkung darstellen können, bieten viele Editoren die Möglichkeit an, nur das Schriftstück anzuzeigen, an dem man gerade arbeitet. Unter OS X wären das beispielsweise die Programme Smultron und Scrivener. Da diese Option von immer mehr Programmen angeboten wird, sollte man einfach in der Dokumentation nachsehen, ob das Schreibprogramm der Wahl den Full-Screen-Modus unterstützt. Ich möchte jetzt nicht unbedingt behaupten, dass diese Option ein KO-Kriterium darstellen sollte, aber ich empfinde sie als extrem nützlich.

Kommen wir zu einer Ablenkung, die sich (Achtung jetzt wird’s richtig subjektiv) durch die Wahl des Betriebssystems mehr oder weniger ausschalten lässt: Wörterbücher, bzw. Rechtschreibprüfung. Es geht natürlich um die digitale Variante. Ein Einwand ist natürlich, dass es im Internet genügend Möglichkeiten gibt, die richtige Schreibweise eines Wortes nachzuschlagen. Mein Einwand hierzu ist, dass dadurch die Gefahr einer Ablenkung astronomisch steigt. “Nur mal schnell” einen verführerischen Link in der Wikipedia zu betätigen, kann in mehrstündigen Surf-Sessions ausarten und gehört in den Bereich der Recherche. Ich ziehe daher, da ich mehr als ein Programm zum Schreiben benutze, das systemweite, mehrsprachige Wörterbuch von OS X vor, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Man kann darauf aus fast jeder Anwendung zugreifen, und damit lohnt sich das
  2. Anpassen des Wörterbuchs an die eigenen Bedürfnisse.

Vor allem Letzteres ist etwas, was viele beim Schreiben vernachlässigen. Egal auf welchem Betriebssystem oder in welcher Software auch immer, wenn das Programm sein Geld wert sein soll, muss es das Erstellen von Benutzerwörterbüchern unterstützen. Dabei ist es völlig egal, ob man einen technischen Artikel oder einen Roman schreibt. Bei Ersterem wird man, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, Ausdrücke benutzen, die im mitgelieferten Wörterbuch nicht vorhanden sind; und bei einem Roman tauchen auf jeden Fall Eigennamen auf, die ebenfalls nicht in der Grundausstattung des Wörterbuchs bedacht wurden. Wir benutzen schliesslich einen Computer um uns das Leben zu erleichtern, und nicht um uns, kurz vor Abgabe / dem Posten, noch auf die Jagd nach Buchstabendrehern zu begeben, oder? Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, sollte auf jeden Fall einmal einen Blick in die Dokumentation der benutzten Software werfen, ob und wie man zusätzliche Begriffe in das Wörterbuch einbinden kann.

Nun kann es allerdings vorkommen, dass man trotz aller Bemühungen irgendwie auf der sprichwörtlichen Leitung steht. Wenn das der Fall sein sollte, sollte man Alternativen in Betracht ziehen.

Weitere Schreibtechniken

Ich habe mit, und jetzt bitte tapfer sein, analogem Schreiben gute Erfahrungen gemacht ((Genauer gesagt, habe ich so den vollständigen Opener eines Romans auf einer Zugfahrt verfasst. Ich schreibe so schon seit ein paar Jahren und habe später festgestellt, dass Philip Pullman und diverse andere Autoren(innen) genauso verfahren. Analog-Schreiber(innen) sind also keine Seltenheit.)). Ja, richtig gelesen. Ich meine das Schreiben mit einem Kugelschreiber auf einem Blatt Papier. Ist der Schock abgeklungen? Geht’s wieder? OK, dann weiter im Text.

Das Schreiben mit Stift und Papier hat für mich folgende Vorteile:

  1. Ich kann weder durch eingehende Mails, noch durch Systemabstürze von meiner Arbeit abgelenkt werden. (Eine Ersatzmine habe ich immer dabei.)
  2. Da ich weiss, dass ich den Text später sowieso in den Computer eingeben werde, konzentriere ich mich auf den Inhalt, statt allzu lange über Formulierungen nachzudenken.
  3. Ich habe keine Möglichkeit, “mal schnell” etwas nachzusehen. (Läuft unter der Kategorie “wenn die Selbstdisziplin nicht will, dann mit brachialer Gewalt”.)
  4. Im Gegensatz zu den meisten Schreibprogrammen kann ich mir auf dem Papier problemlos eine Skizze oder eine Zeichnung als Gedächtnisstütze anfertigen.

Da wir uns gerade auf subjektivem Terrain befinden, noch eine Bemerkung zu den in Deutschland erhältlichen Schreibblöcken: Die Hersteller dieser Schreibblöcke scheinen samt und sonders Sadisten zu sein, die glauben, alle Personen die manuell schreiben wollen gequält werden. Anders ist es nicht zu erklären, warum man in Deutschland keine Schreibblöcke bekommt, deren Grundfarbe Gelb statt Weiss ist. Die gelben Blöcke, in den USA als “Legal Pads” bekannt, sind meiner Meinung nach wesentlich augenschonender als die weissen Reflektoren, die man uns hier zumutet. Wer das nicht glaubt, hat noch nie versucht ein längeres Schriftstück irgendwo in der Sonne zu verfassen. Ich jedenfalls, nutze jede Gelegenheit an die “Legal Pads” zu kommen und bedanke mich daher auch bei meinen vielen “Opfern” für das Besorgen und den Transport (Peter, da bist vor allem Du gemeint, Danke).

Wenn man “analog” schreibt, sollte man sich ein System für die Kennzeichnung von kritischen Textstellen oder Bereichen einfallen lassen, um die spätere Überarbeitung zu erleichtern. Ich werde über mein System in einem der nächsten Posts berichten.

Ein weiterer Vorteil von einem Blatt Papier ist das schnelle Erstellen von so genannten Mindmaps. Ich benutze zwar gerne auch Software dazu, aber auf Papier geht das Ganze manchmal einfach schneller. Anders gesagt, ich benutze das Werkzeug, welches mir für meine aktuelle Stimmung geeigneter scheint. Ein englisches Sprichwort sagt: “If all you got is a hammer, then every problem looks like a nail.” (Wenn man nur einen Hammer hat, dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.)

Fazit

Wir sollten uns beim Schreiben einen ganzen Werkzeugkasten, statt nur eines Hammers, zu nutze machen. Und natürlich darauf achten, nicht allzu sehr abgelenkt zu werden.

Ausblick

Diese Reihe wird in lockerer Reihenfolge weitergeführt. Für die nächsten Teile habe ich schon ein paar Ideen, würde mich aber auch über Anregungen, oder Fragen die behandelt werden sollen, freuen.

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Ergänzung zu Drosera und dem Beitrag über das Schreiben

Die Kommentare auf TechNovelty werden, aus gegebenem AnlassEin Spammer / eine Spammerin aus Panama schickt mir ca. 600 Spam-Kommentare täglich., moderiert, aber man kann sie trotzdem benutzen. Ich schalte die Kommentare immer so schnell wie möglich frei, versprochen. ;-)

Da einige Kommentare / Fragen per E-Mail aufgelaufen sind, welche die Leser(innen) augenscheinlich besonders interessieren, hier die Antworten:

Beitrag Drosera, der kostenlose JavaScript Debugger für WebKit-Applikationen
Drosera erkennt Safari 3 nicht: Soweit ich weiss, ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, muss der Befehl defaults write com.apple.Safari WebKitScriptDebuggerEnabled -bool true auch bei Safari 3 abgesetzt werden, das “einklinken” in den Debugger ist defaultmässig aus.

Beitrag Das Schreiben – Kreativität: Aufzucht und Hege (Teil 1)
Empfehlenswerte Musik, bzw. was höre ich beim Schreiben: Ich tue mir schwer, in diesem Fall Empfehlungen auszusprechen. Die Wirkung von Musik ist sehr stark von der aktuellen Gemütslage abhängig. Es gibt Stücke, die ich an manchen Tage als sehr wohltuend empfinde, die mich aber an andern Tagen regelrecht nerven. An einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit war ich derart genervt, dass ich ungefähr zehn “Chillout”-Stücke selbst geschrieben und eingespielt habe, weil ich nichts was ich im iTunes zur Verfügung hatte(immerhin ca. 10 GB), hören wollte.

Early Morning Tea: Eine Sitte aus Großbritannien und den ehemaligen Kolonien (reine Männersache, meine Damen), man bringt seiner Liebsten morgens eine Tasse Tee ans Bett. In meinem Fall “Earl Gray, heiss”, wie schon ein bekannter Herr, der unter dem Slogan “baldly going where no-one has gone before” berühmt wurdeWer glaubt, in dem englischen Satz einen Schreibfehler gefunden zu haben, ist zu jung. ;-) .

Also nochmal, ich schalte die Kommentare so schnell wie möglich frei, kann und will die Moderation aber nicht abschalten.

Das Schreiben – Kreativität: Aufzucht und Hege (Teil 1)

Das Thema “Schreiben” hat eine neue Heimat

Weitere Beiträge über das Schreiben und Literatur finden sich auf Erik, Wortjongleur, die Erklärung findet sich hier.

Nachdem die Resonanz auf den Beitrag Tips für Schreiberlinge bei Schreibblockaden nicht den Ruf nach “Steinigung” oder den Begriff “Ketzer” enthielt, sondern vielmehr mit Interesse aufgenommen wurde, hier noch ein paar Tips zum Schreiben. Um die Hinweise etwas “verdaulicher” zu gestalten, kommt das Ganze als Mehrteiler (ohne Werbeunterbrechungen oder Kinotips ;-) )Man muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen, oder? Wer andere Beiträge bereits als “Werbeunterbrechungen” ansieht, dem / der sei die Benutzung der “Kategorien” auf diesem Blog ans Herz gelegt. Diese Serie läuft unter Produktivität.

Ein kurzer Einwurf noch: Da nicht alle Tips für alle Leser(innen) gleich interessant sein werden, wird es unter Umständen Redundanzen geben. Diejenigen, die alle Teile mit dem gleichen Interesse lesen, mögen mir das verzeihen. Ich möchte nur verhindern, dass ein, möglicherweise wichtiger, Aspekt in einem grösseren Thema untergeht.

Warum Aufzucht und Hege? Nun ja, erstens bin ich ein grosser Fan von Loriot, und zweitens (wichtiger in diesem Zusammenhang) muss man das Schreiben durch zwei verschiedene Brillen betrachten: Als Kunst und als Profession / Beruf(ung) / usw. Egal welchen Blickwinkel man einnimmt, es hat immer etwas mit Kreativität zu tun, und diese will eben gepflegt und gehegt werden.

Kreativität ist beeinflussbar

Je nach dem, was man zu Schreiben gedenkt, sollte man sich dessen immer bewusst sein.

Musik

Wer neben dem Schreiben Musik hört, oder das Radio laufen lässt, wird das vermutlich schon gemerkt haben. Wenn ich schreibe oder programmiere, dann hat eine eventuelle Berieselung durch Musik einen starken Einfluss. Zum Beispiel: Wenn ich ein Stück wie “Fire Starter” nebenbei laufen lasseHier ist die Instrumental-Variante aus WipEout II auf der Playstation gemeint., dann verändert sich nicht nur mein Schreibstil, sondern auch die Art und Weise wie ich Variablen in Programmen benenne und die Kommentare formuliere.

Diese Tatsache können wir aber auch zu unserem Vorteil nutzen. Wenn man sich nicht “danach fühlt” über ein bestimmtes Thema in einem bestimmten (oder vorgegebenen) Stil zu schreiben, sollte man sich einfach eine Sammlung von Musikstücken zusammenstellen, die einen in die richtige Stimmung bringen. Also beispielsweise das angesprochene “Fire Starter” wenn man einen aggressiven Beitrag oder einen flammenden Artikel schreiben möchte (Bitte später nochmal durchlesen und justiziable Formulierungen überdenken); oder etwas ruhiges bzw. beruhigendes, wenn man über ein ernstes Thema schreibt, oder ein sachlicher Schreibstil gefragt sein sollte. Das (audio-)visuelle Wortbeiträge zu meiden sind, versteht sich von selbst.

Man schreibt was man liest, oder das Sprachproblem

Kreativität wird ebenfalls durch das beeinflusst, was man gerade liest. Wer in der Lage ist nach der genüsslichen Lektüre von “Hitchhikers Guide to the Galaxy”, dem “Futorologischen Kongress” oder “Good Omens” einen ernsthaften Text zu verfassen, Gratulation; ich habe da meine Probleme. Umgekehrt würde es mir auch schwerfallen, nach dem Lesen von “Krieg und Frieden” und ähnlich “schwerer” Literatur, einen humoristischen oder satirischen Text zu verfassen.

In meinem Fall, als Zwei-Sprachler, kommt noch erschwerend hinzu, dass die Lektüre von Büchern in Englisch meine deutschen Formulierungen beeinflussen können und umgekehrt. Dieser Zustand bessert sich erst nach dem “early morning tea” (wer meine Freundin oder mich vorher anspricht, muss mit einem wirren Kauderwelsch aus Englisch und Deutsch klarkommen). Wer nicht zweisprachig veranlagt ist, dürfte die Auswirkungen einer Lektüre in einer anderen Sprache noch stärker zu spüren bekommen.

Aber auch diese Auswirkungen lassen sich zu unserem Vorteil nutzen. Wer vorhat Texte in einer bestimmten Richtung zu verfassen, sollte einfach in der Zeit vor dem Schreiben darauf achten, was man liest. Das soll nicht heissen, dass man sich in Bezug auf die Literaturauswahl kasteien muss, sondern nur, dass man die Nebenwirkungen nicht ausser acht lässt.

Fazit

Das was manchmal als Schreibblockade bezeichnet wird, kann auch nur ein ungünstiger Einfluss aus der Umgebung sein. Wir sollten beim Schreiben einfach auf unsere Umgebung achten.

Ausblick

In Teil 2 wird es um weitere Faktoren gehen, die Einfluss auf das kreative Schreiben haben, und die Möglichkeiten damit umzugehen. Wer Fragen, (Themen-)Wünsche, oder Anregungen zum Thema hat, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.

Hier geht es zu Teil 2.

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Tips für Schreiberlinge bei Schreibblockaden

Das Thema “Schreiben” hat eine neue Heimat

Weitere Beiträge über das Schreiben und Literatur finden sich auf Erik, Wortjongleur, die Erklärung findet sich hier.

Wir SchreiberlingePersonen, männlich oder weiblich, die für ihren Lebensunterhalt und / oder aus Spass an der Sache grössere Textmengen produzieren. sind meist kritisch was die Fehler anderer betrifft (ernsthaft, haben die beim Teletext im Fernsehen keine Spell-Checker?) und vergessen normalerweise, uns an die eigene Nase zu fassen. Besonders gefährlich wird’s beim Beurteilen von Formulierungen, die wir nicht selbst verbrochen haben; ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil der Profession ist, lasse ich mal dahingestellt. Allerdings scheint es einen Zustand zu geben, den alle Schreiberlinge fürchten wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser: [bitte düstere Musik aus einem Horrorfilm der Wahl vorstellen]
Die Schreibblockade, englisch Writers-Block.

Ich, für meinen Teil, halte es da mit Philip Pullman (die zweite Frage betrifft den “Writers-Block”, aber das ganze Interview dürfte für alle Schreiberlinge interessant sein). Wieso komme ich auf das Thema zu sprechen, und dann auch noch auf einem Gadget-Blog? Gegenfrage: Wieso eigentlich nicht? (Das ist schliesslich mein Blog. ;-) ) Um den ersten Teil der Frage zu beantworten, inspiriert zu dem Beitrag wurde ich durch den Post 101-Posting: Wie man jede Schreibblockade überwindet und seinen Blog mit Kreativität füllt. Der Post bezieht sich zwar auf das Schreiben von Blogs, aber Schreiben ist schliesslich Schreiben, oder?

Da ich zum Thema meine eigenen Theorien (und Abhilfen) entwickelt habe, also zwei Vorschläge meinerseits:

  1. Meine Theorie: Writers-Block ist ein Mythos. Es wird zwar das Schreiben blockiert, aber der Grund dafür lässt sich, meiner unmassgeblichen Meinung nach, leicht beheben. Wenn ich mal wirklich nicht weiterkommen sollte, dann liegt es normalerweise daran, dass mir eine Idee, oder eine Formulierung im Kopf herumspukt, die ich nicht mehr loswerden kann. Warum sollte ich auch, normalerweise reicht es, die Idee oder Formulierung einfach irgendwo aufzuschreiben und der Spuk ist vorbei. Dauert meist um die zehn Minuten bis maximal eine Stunde. Wer glaubt eine Schreibblockade zu haben, sollte einfach mal in sich gehen und nachforschen, ob das der Grund ist. (Ich hatte das Ganze auch schon in meinem Beitrag zum René’s Blog-Projekt erwähnt.)
  2. Meine Theorie: Kreativität lässt sich üben. Eine einfache Übung ist folgende: Man nimmt sich irgendeine Zeitung, Zeitschrift, oder etwas anderes mit vielen Wörtern darauf, und markiert zehn Wörter blind mit einem Stift. Dann schreibt man die gefundenen Wörter untereinander, eliminiert alle Wörter die kein Adverb, Verb oder Subjekt sind. Danach nimmt man sich die ersten drei Wörter – nicht schummeln – und bildet aus ihnen einen Satz oder Absatz der Sinn macht. Dauert, in meinem Fall, so um die zehn bis dreissig Minuten (ich versuche grundsätzlich ein bis zwei Absätze zu schreiben) und ich habe dabei schon einiges brauchbares erschaffen. Man kann die Technik also auch als eine Art Brainstorming betrachten. ;-)

Wenn die Tips jemandem geholfen haben sollten, würde ich mich über Kommentare freuen.

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FreeMind – Mindmaps für alle

Viele haben sich schon mit dem Thema Mind Maps befasst (oder werden mit diesem Post auf die Technik gestossen ;-) ), und haben festgestellt, mit Papier und (bunten) Stiften geht es am einfachsten. Tolle Aussage für einen Gadget-Blog, oder? (Das aber nur nebenbei bemerkt.)

Kurzer Einschub für alle, die den Wikipedia-Artikel aufgrund der Länge nicht gleich lesen wollen: Eine Mind Map besteht, im Grunde genommen, aus Assoziationen zu einem bestimmten Thema oder Projekt. Diese werden mit Linien auf den Mittelpunkt der Seite (das Thema) verbunden. Die Assoziationen ihrerseits können Unterpunkte zu sich selbst enthalten. Sollten sich Verbindungen zwischen Assoziationen ergeben, verbindet man diese einfach mit einer Linie. Soweit so unverständlich, ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Abbildung einer extrem simplen Mind Map

Tatsache ist jedoch, dass Mind Maps für viele Leute viele verschiedene Dinge bedeuten. Erschwerend kommt hinzu, dass, wer sich einmal die manuelle Technik gewöhnt hat, Programme zur Erstellung von Mind Maps immer eine gewisse Einschränkung darstellen. Dachte ich jedenfalls bis vor kurzem. Dann bin ich über das Programm FreeMind gestolpert. Es erlaubt die Erstellung von Mind Maps über die Tastatur – wer will kann natürlich auch die Maus benutzen – und erlaubt das Verlinken von mehreren Mind Maps untereinander. Jetzt wird’s interessant.

Noch ein kurzer Einschub zu meiner Mind Map-Technik: Ich bevorzuge A3 quer, alles andere engt mich ein. ;-) Ich könnte die Maps zwar an andere Leute per E-Mail schicken, aber, abgesehen davon, dass mein Scanner zu klein ist, haben sie noch ein viel grösseres Manko – Sauklaue – welches den Sinn einer Weitergabe stark einschränkt. Ab drei oder vier Maps wird auch die Verlinkung der Mind Maps untereinander etwas unübersichtlich. Ich habe die Maps also für gewöhnlich in einen Outliner meiner Wahl übertragen und das Ergebnis dann in einem, für alle Beteiligten lesbaren, Format weitergegeben.

Zurück zu FreeMind, jeder Knoten kann also auf eine andere Mind Map verweisen (oder auch auf eine Internetadresse), die Maps sind für andere Personen als meine Wenigkeit lesbar, und ich kann die Maps als valides XHMTL verschicken. Letzteres enthält nicht nur das Bild, sondern auch gleich eine Outline der Knoten, welche sich auf- und zuklappen lässt. Was wünscht man sich mehr? Das Programm exportiert nicht nur einer Vielzahl von Bild- und Textformaten, sondern speichert die Maps in XML, sie lassen sich daher auch (XSLT-Kenntnisse vorausgesetzt) problemlos nach eigenen Wünschen exportieren.

Das Programm läuft (dank Java) unter Mac OS X, Linux und Windows, genaueres auf der FreeMind Website.

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grep kann auch zählen

Weil wir gerade beim Thema sind (waren?). grep kann mehr als nur Zeichenketten finden, man kann das Programm auch dazu benutzen die Vorkommen zu zählen, statt sie auszugeben. Nehmen wir an, wir wollen wissen, in welchen Dateien die Entity ' vorkommt, und wie oft:

Abbildung Zählen mit grep

Die Option -c (leicht als “count” zu merken, und diesmal wirklich nur ein Bindestrich) weist grep an, die Ergebnisse zu zählen. Sehr zeit- und nervensparend, und eine Option, die oft übersehen wird. ;-)

grep in Farbe

Die meisten “Command-Line-Jockeys”, die sich auf *NIX-artigen Systemen bewegen, sind wohl schon einmal mit grep in Berührung gekommen. Mit Hilfe dieses Programms lässt sich, mehr oder weniger komfortabel, in Text-Dateien suchenJa ich weiß, nicht nur in Text-Dateien, aber darum geht es momentan nicht. ;-) . Das mehr oder weniger hebt sein hässliches Haupt beispielsweise dann, wenn man in Docbook-strukturierten Dateien nach einem Begriff suchen sollte.

Nehmen wir einmal an, wir suchen nach Entities:

Abbildung Beispiel im Terminal (normal)

Diese werden uns, aufgrund des benutzten regulären Ausdrucks (\&.*\; = alles was mit “&” beginnt und mit “;” endet), zwar brav angezeigt, die Ausgabe ist allerdings alles andere als übersichtlich; vor allem, wenn die Fundstellen innerhalb von längeren Zeilen liegen. Anders gesagt, man muss schon genauer hinsehen. Aber es sollte doch auch etwas komfortabler gehen, oder? Richtig:

Abbildung Beispiel im Terminal (Farbe)

Fast der gleiche Befehl wie vorher, nur wird grep diesmal mit der Option --color angewiesen, die gefundenen Strings einzufärben. Wesentlich angenehmer, IMHO. ;-)

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