Antwort auf Annik Rubens' Kritik an "Der Schwarm"

Im Podcast Buch-Nichttipp: Der Schwarm hat Annik Rubens mehr oder weniger kein gutes Haar an Frank Schätzings “Der Schwarm” gelassen. Ich kann zumindest einen Teil der Kritik zwar nachvollziehen, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugebenDafür sind Blogs ja da, oder?.

Ich habe das Buch auch erst vor kurzem gelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Allerdings wirkt das Buch auf mich wie ein Directors Cut, also eine Fassung wie sie der Regisseur (oder in diesem Fall der Autor) gerne veröffentlicht hätte, welche aber von der produzierenden Firma als nicht massentauglich abgelehnt wurde. Vermutlich bin ich, als jemand der auf DVDs zuerst nachsieht ob sich – neben dem obligatorischen O-TON natürlich – auch noch ein “Running Commentary” und eine alternative Schnittfassung findet, nicht repräsentativ, aber mir haben gerade die zusätzlichen Informationen sehr gut gefallen. Eventuell hätte man ja eine gradlinigere Fassung für ungeduldige Leser(innen) herausbringen können, aber dann hätten sich vermutlich trotzdem alle die Lang-Fassung gekauft, aus Angst etwas zu verpassen. Meiner (unmassgeblichen) Meinung nach, hat der Verlag und Frank Schätzing alles richtig gemacht.

Subjektiv gesehen ist es bei einem Buch wie beim Essen, genauso wie man ja nicht gezwungen wird alles aufzuessen, ist man ja auch nicht gezwungen jede Seite sklavisch – Buchstabe für Buchstabe – in sich aufzunehmen. Ich kenne sogar Leute, die zuerst den Schluss eines Buches lesen, um sicherzustellen, dass sie nicht enttäuscht werden. Sicherlich nicht im Sinne der Autoren(innen), aber wie möchte man jemanden zwingen ein Buch linear zu konsumieren?

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